Halloween-Party der 6g

Wenn sich große Ferien und Sommer schon lange verabschiedet haben, wenn der Herbst von seiner goldenen Seite mit den bunten Blattfarben und dem letzten warmen Licht zum tristen November mit den ersten Frösten wechselt, dann ist Halloween angesagt.

Für die Erwachsenen und Älteren ist dieser Brauch neu, die Kinder werden mit ihm groß. Tatsächlich ist Halloween älter als das Christentum, denn schon die keltischen Druiden, die man aus Asterix und Obelix kennt, feierten es. Damals glaubte man wohl, dass während des trüben Novembers die Seelen der Verstorbenen die Lebenden in der Nacht aufsuchten. Man verkleidete sich zum Schutz vor den übel gesinnten Geistern mit furchterregenden Kostümen und Masken, Kürbislaternen dienten vor dem Haus als Wächter. Die Iren haben dieses Brauchtum erhalten und es, als viele nach Amerika auswanderten, mit in die neue Welt genommen. Dort avancierte es neben Thanksgiving, unserem Erntedankfest, und Weihnachten aufgrund seiner Attraktivität zum wichtigsten Fest.

Ein uralter europäischer Brauch - Kelten waren ja über ganz Europa verstreut - kehrte in den letzten ein, zwei Jahrzehnten auf einem Umweg über die USA zu uns zurück, allerdings leicht verändert, denn heute feiern v.a. Kinder Halloween.

Sie mögen es sich zu gruseln, sich mit schaurigen Verkleidungen in Phantasiewelten zu begeben. Sich zu schauern gefällt ja auch Erwachsenen, denn sonst würden sie wohl nicht so viele Krimis lesen und anschauen, in denen sich eine andere Welt, eine unheimliche, auftut.

Vor den Herbstferien ging es auf der Halloween-Party der 6g am 30. Oktober, von 16 bis 21 Uhr so richtig gruselig zu. Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse kamen kostümiert. Da versammelten sich Vampire, Skelette, Zombies, Geister, Gespenster, Aliens, schwarze Sensenmänner und andere fürchterliche, schreckliche Gestalten um eine lange Tafel im Klassenzimmer und bildeten ein echtes Gruselkabinett. Sie fielen über ein schaurig-leckeres Büfett her, zu dem jeder etwas beigetragen hatte, wie z.B. Brownies mit Augen, Gehirn-Muffins, Maulwurfkuchen, Zigarren-Böreks, Hexenfinger, Spinnennetze, ... . Danach erzählten sie sich Gruselgeschichten oder lasen einander welche vor. Und einen entsprechenden Film gab es auch. Nach fünf Stunden Gruselei war es aber dann genug und all die goldigen Horrorkinder mussten in den finsteren Abend hinaus nach Hause, denn schließlich war am nächsten Tag nochmal Schule.

An dieser Stelle möchte ich den Eltern ein herzliches Dankeschön sagen, dass sie unsere Party und unser Büfett unterstützt haben und alle ihre Kinder spät abends noch abholten.
Vielen Dank auch an Frau Serter, die sich mit gefürchtet hat.

Wenn sich später die Kinder der 6g als Erwachsene an die Schule erinnern und sagen, diese Zeit sei schaurig gewesen, dann meinen sie das vielleicht positiv, weil sie an den Halloween-Abend denken.
Natalie Löhnert, Klassleiterin der 6g