Netzwerk innovativer Schulen in Deutschland

Im Januar 1999 ist die Peter-Vischer-Schule von der Bertelsmann - Stiftung in das Netzwerk innovativer Schulen in Deutschland aufgenommen worden. Ziel des Netzwerks ist es, den Prozess der inneren Schulentwicklung durch die Zusammenarbeit von Schulen kontinuierlich fortzuentwickeln, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, "dass das alltägliche Schulleben im Hinblick auf die alltägliche Unterrichtspraxis systematisch und nachhaltig im Hinblick auf die aktuelle und zukünftige Lern- und Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen verändert wird".

Netzwerk innovativer Schulen in Deutschland (NIS)
Einführung "Netzwerk innovativer Schulen in Deutschland"

Das "Voneinander-Lernen" der Schulpraktiker und die Stärkung der Schulentwicklung "von unten" sind die Ziele im Netzwerk innovativer Schulen in Deutschland (NIS) mit seinen 490 Mitgliedern aller Schulformen aus allen Bundesländern. Das 1998 gegründete Netzwerk bietet reformorientierten Schulen eine  gemeinsame Plattform. Es ist für innovative Schulen in Deutschland zum Markenzeichen geworden und hat sich zur größten bundesweiten Innovationsplattform im Schulbereich entwickelt. 

Das Netzwerk stellt eine Infrastruktur bereit, mit deren Hilfe gute Ideen und beispielgebende Reformansätze zur Schulentwicklung bekannt gemacht und erfolgreiche Ansätze der Schulentwicklung "aus der Praxis für die Praxis" verbreitet werden können: 


■Loseblattsammlung und Schuldatenbank: Ein Ziel des Netzwerks ist es, Transparenz über gute Schulentwicklungsansätze zu schaffen und Kontakte zu ermöglichen. In der Loseblattsammlung "Schule neu gestalten" stellen sich die Netzwerkschulen mit ihren Kurzprofilen dar. In der Schuldatenbank im Internet sind sie mit ihren Adressen und Innovationsschwerpunkten zu finden. Mit Hilfe einer Suchmaschine können Sie je nach Innovationsbereich, Schulform oder Bundesland Kontaktpartner und gute Beispiele recherchieren. 


■Praxisforen und Konferenzen: Das "Netzwerk innovativer Schulen in Deutschland" hat es sich zur Aufgabe gemacht, gelungene Praxisbeispiele zu drängenden Reformthemen aus dem gesamten Bundesgebiet zu bündeln und die Schulpraxis in den gegenseitigen Austausch zu bringen. Dazu haben seit Herbst 2002 eine Reihe praxisnaher Veranstaltungen im Netzwerk stattgefunden. Die nachfolgenden Links führen u.a. zu den Kurzbeschreibungen der auf diesen Veranstaltungen präsentierten Praxisbeispiele und Workshops. Auch hier wird eine direkte Kontaktaufnahme zu den Schulen möglich. Einige der präsentierten Beispiele und Materialien finden Sie inzwischen auch in der Toolbox des Netzwerks.

■1. Praxisforum: Förderung schulmüder Schülerinnen und Schüler (20./21.9.2002, Hamburg)

■2. Praxisforum: Frühe Förderung in der Grundschule (14./15.11.2002, Mülheim an der Ruhr)

■Fachkonferenz: Förderung von Lernkompetenz (16.-18.12.2002, Berlin)

■3. Praxisforum: Personal- und Organisationsentwicklung in der innovativen Schule (27./28.2.2003, Jena)

■Kongress: Curriculum und Didaktik der Begabtenförderung - Begabungen fördern, Lernen individualisieren (24.-27.9.2003, Münster) 


■Toolbox: In der Internet-Toolbox stellen Netzwerkschulen ihre Materialien und Erfahrungen mit bestimmten Ansätzen der Schulentwicklung in systematisierter Form zur Verfügung. Die strukturierten Bausteine zeigen erfolgreich erprobte Wege der Schulinnovation in den Bereichen Unterricht & Erziehung, Personalentwicklung und Organisationsentwicklung auf. Sie enthalten konkretes Material zum Herunterladen, das mit einem reflektierten Erfahrungsbericht zum Einsatz der Materialien verknüpft ist. Die Schulentwicklungsbausteine werden sukzessive eingestellt. Ein Tool-Service informiert interessierte Nutzer, sobald neue Bausteine eingestellt werden. 

■Lernnetzwerke (abgeschlossen)
Neuer inhaltlicher Akzent ab 2004: Qualitätsentwicklung und Qualitätsvergleich

Die bundeslandübergreifende Arbeit im Netzwerk innovativer Schulen erhält ab dem Jahr 2004 eine neue thematische Ausrichtung durch die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Internationalen Netzwerk innovativer Schulsysteme (INIS) zum Thema Qualitätsentwicklung. Durch das dort entwickelte, praxiserprobte Steuerungsinstrumentarium können die Schulen des Netzwerks innovativer Schulen und weitere interessierte Schulen Selbstevaluation durchführen (Schüler-, Lehrer-, Schulleiter- und Elternbefragung), die auf ihre gesamte schulische Arbeit ausgerichtet ist. 

Die Grundidee: Entwicklungsprozesse können maßgeblich verbessert werden, wenn sie datengestützt sind und nicht allein auf pädagogischen Theorien, Traditionen, individuellen Beobachtungen oder Intuition beruhen. Zudem spielt der Blick über den Tellerrand, also der vertrauensvolle Vergleich mit anderen Schulen, als Entwicklungsimpuls eine entscheidende Rolle. 

Das Steuerungsinstrument für Schulen umfasst
- ein international tragfähiges Qualitätsverständnis von guter Schule,
- wissenschaftlich geprüfte und praxiserprobte Evaluationsinstrumente für Schüler, Lehrer, Eltern und die Schulleitung, 
- ein handhabbares Berichtswesen, das die Ergebnisse übersichtlich darstellt, sowie
- Unterstützungsmaterial zur Durchführung von Evaluationen, Datenanalyse und Maßnahmenplanung.

Der nicht-öffentliche Vergleich mit anderen Schulen ist ein zentrales Element des Instrumentes. Der Datenvergleich ermöglicht eine realistische Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen und bietet die Möglichkeit, innerhalb des Netzwerkes von anderen zu lernen.

Derzeit erarbeitet die Bertelsmann Stiftung eine technische Lösung zur einfachen Nutzung des Steuerungsinstrumentes für alle interessierten Schulen. Die Erhebungsinstrumente sind bereits jetzt im Internet abrufbar.

Bericht: Gertrud Schubert

 

http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-5D5DD690-050A3275/bst/hs.xsl/8248_8258.htm