Beginn des Prozesses "Vischer-SEP"

Vischer-SEP - Der Schulentwicklungsprozess der Peter-Vischer-Schule


Unser Ziel ist: 
Erziehung zu
 Toleranz und sozialer Verantwortung
 Rücksichtnahme und Pflichtbewusstsein
 eigenständigem und verantwortlichem Handeln
 Teamfähigkeit
 Zivilcourage
 Kreativität und Phantasie

Unser Plan ist: 
Projektstruktur
 Zeitraum -  2 Schuljahre: 1997/98 und 1998/99
 Grundsatz - Freiwilligkeit: Kein Kollege, keine Kollegin wird zur Teilnahme verpflichtet
 Ebene 1 - Klassenteam: Die in den Eingangsklassen des Gymnasiums und der Realschule in den Kernfächern unterrichtenden Lehrkräfte bilden Teams.
 Ebene 2 - Fachschaftsteam: Den Fachgruppen steht jeweils ein ganzer Tag für Fortbildungen zum Thema „Eigenverantwortliches Arbeiten”zur Verfügung.
 Ebene 3 - Schulteam: Für diese 28 Lehrkräfte findet jeweils einmal im Schuljahr eine zweieinhalbtägige fächerüber- greifende Fortbildung statt.


Unser Weg war bisher:
Entwicklung 


 17.Februar 1993: Findung des Konzepts                                  

Das Lehrerkollegium beschäftigt sich im Rahmen einer ganztägigen SchiLF mit dem Thema „Jugend und Schule heute”.  Einführendes Referat: Dr. Wolfgang Gaiser (München).            Grundlagentexte:                                                                                   

R. Münchmeier (DJM), ”Jugend heute”                                           

H. Rosenbach (Universität Bamberg), „Jugend heute” Bendit/Gaiser/Nissen, „Aufwachsen in der BRD: Risiken und Chancen im modernen Sozialstaat”                                                  

R. Miller, „SchiLF-Wanderung - Wegweiser für die praktische Arbeit in der Schulinternen Lehrerfortbildung”.            

Ergebnis: Die PVS will sich Notwendigkeit für der neue Erziehungskonzepte stellen. 

 9. März 1994: Formulierung der Zielvorgabe                     

Das Kollegium verständigt sich gemeinsam mit Mitgliedern des Elternbeirates und der SMV über die Erziehungsziele der PVS. (Siehe Seite 1)
 Schuljahr 1994/95: Suche nach Wegen                                     

Über 30 Kolleginnen und Kollegen beginnen auf freiwilliger Basis, sich konkret mit verschiedenen neuen Ansätzen der Pädagogik und Didaktik vertraut zu machen.


 17./18.März 1995: EVA                                                            

Dr. Heinz Klippert stellt in einem Wochenendseminar in Vorra, das mit Unterstützung des Pädagogischen Instituts durchgeführt wird, sein Konzept des Handlungsorientierten Unterrichts vor. Eigenverantwortliches Arbeiten (EVA) stellt er dabei in den Vordergrund.
 Beginn des Schuljahres1996/97: EVA im Gymnasium
Methodikwoche: Die vier gymnasialen Eingangsklassen werden gezielt in die besonderen Lern- und Arbeitstechniken eingeführt. Die Erfahrungen sind so positiv, dass beschlossen wird, sie auch auf die Realschule anzuwenden.


 Beginn des Schuljahres 1997/97: EVA auch in der Realschule                                                                             
Aus den gewonnenen Erfahrungen heraus wird jedoch der Inhalt der „Methodikwoche” nun nicht mehr en bloc vermittelt, sondern in den Eingangsklassen nach einem neuen Stundenplanschema über das gesamte Schuljahr verteilt. Die Klassenteams führen dies eigenverantwortlich durch.


 Oktober 1997: Fortbildung des Schulteams                        

Das Schulteam nimmt vom 16. - 18. Oktober 1997 an einer dreitägigen fächerübergreifenden Fortbildung teil.  Thema:"Arbeitstechniken und -methoden" im Pädagogischen Institut, Insel Schütt                        Referent/in: Angelika Laumer, Hans B. Schmid                    

Programm:
       I)Elemente aus dem Methodentraining mit Eingangsklassen
 Hinschauen 
 Zuhören 
 Strukturieren von Informationen
 Visualisieren
 Präsentieren
II) Methodenvielfalt im Unterricht
 Rallye
 Struktogramm
 "Spiele”
 Rollenspiele
 Pro- und Contradiskussion
 "Projektarbeit”
III)Lernzirkel


 26. 11. 1997: Fortbildung des Fachschaftsteams Mathematik/Physik                                                                 Ganztägige Fortbildung die Fachgruppe                                    Thema:"Materialgeleitete Freiarbeit/Lernzirkel”            

Referent/in: Wolfram Thom, Fr. Möhringer (Donauwörth)     Programm:                                                                                     

I)Üben und Wiederholen                                                      

II)Lernzirkel
 Pyramide
 Zylinder-Kegel-Kugel
 Auftrieb
 Reibung
 Kernspaltung          

 11.12.1997: Fächerübergreifende Fachgruppensitzung Englisch/Französisch
Tagesordnung: 
1)Fächerübergreifende Fachsitzung
2) Berichte von der SchiLF vom 16.-18.10.1997
3) Informationen zum Thema „Freies Arbeiten”
Vorstellung von Materialien
 Konzentrationsübung
 Tandem
 Bingo
 Labyrinth
 Talkshow
 Lernpuzzle
 Struktogramm
 Freiarbeits- und Lernzirkelmaterialien


 8.1.1998: Fortbildung der Klassenteams
in den Jahrgangsstufen 5 und 6 des Gymnasiums sowie 
der Jahrgangsstufe 7 der Realschule
Ganztägige Fortbildung
Thema: 1) Teamentwicklung in den Klassen
              2) Umsetzungsstrategien
Moderatoren: Dieter Diehnelt und Reiner Rombs

 25.2. 1998: Fortbildung der Fachgruppe Religion
Ganztägige Fortbildung
Tagesordung: 
1) Für Gruppenarbeit sensibilisieren und motivieren
Am Beispiel von 6 Stationen aus verschiedenen Jahrgangsstufen und Themenbereichen werden die problematischen aber auch positive Seiten der Gruppenarbeit erörtert.
 Stationsarbeit
 Thesendiskussion
 Impulsreferat

2) Gruppenregeln anbahnen und klären
Mit Hilfe einer Analyse einer im Rollenspiel vorgeführten (typischen) Gruppenarbeit werden sinnvolle Gruppenarbeitsregeln aufgestellt und auf einem Lernplakat festgehalten.
 Rollenspiel
 Fallanalyse
 Regelfindung
 Visualisierung

3) Regelgebundene Gruppenarbeit durchführen
Am Beispiel eines Themenbereichs aus der 
8. Jahrgangsstufe werden Präsentationsregeln verdeutlicht. Der Präsentation der Lernplakate vom Vormittag schließt sich die Bewertung derselben nach einem Kriterienkatalog an. Die Reflexionsphase der Gruppenmitglieder über ihr eigenes Verhalten in der Gruppe leitet zu Fragen und Möglichkeiten der Bewertung von Gruppenarbeit über.
 Streitgespräch
 Lückentext
 Präsentation
 Bewertungsrunde
 Impulsreferat
 Reflexionsphase
 Fremd- und Selbstbewertung

 24. 3. 1998:  Fortbildung der Klassenteams
in den Jahrgangsstufen 5 und 6 des Gymnasiums sowie 
der Jahrgangsstufe 7 der Realschule
Ganztägige Fortbildung bei der Firma Siemens, 
Von-der-Tann-Straße
Programm:
1) Teamentwicklung bei SIEMENS
Referent: Herr Rohlinger, Personalbateilung Siemens
2) Erfahrungsaustausch der Klassenteams
Umsetzung des Gehefts Methodenkompetenz, fachübergreifende Maßnahmen, etc.
3) Freiarbeit in Deutsch und Mathematik
Referenten: Andreas Vollmer, Labenwolf-Gymnasium
Reinhold Hager, PVS

 1.4. 1998: Mathematik-Börse
für alle Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen
Mit dieser Börse soll nicht nur der Einstieg in einen „anderen” Mathematikunterricht erleichtert, sonden auch eine Möglichkeit gegeben werden, Erfahrungen auszutauschen. Insgesamt gesehen soll dadurch eine Arbeitserleichterung erreicht und somit neuen Unterrichtsmethoden „Tür und Tor”  geöffnet werden.

Die Mathematik-Börse wird veranstaltet in Zusammenarbeit mit der regionalen Lehrerfortbildung Mittelfranken für die Gymnasien und für die Realschulen.
Sie wird unterstützt vom Pädagogischen Institut Nürnberg.

Tagesordnung:
1) Austausch von Materialen und Erfahrungen
2) Referate: 
- Wolfram Thom: Einführung in das Thema Freiarbeit
- Rolf Wiessner: Erfahrungen mit Freiarbeit

 28. 5. 1998 Fachsitzung Englisch RS: Fortführung des Handlungsorientierten Unterrichts in den 9./10. Klassen der Realschule (unter anderem)
 Dazu Referat von Fr. G. Fiedler: „Handlungsorientierter Unterricht unter besonderer Berücksichtigung der Abschlussprüfung”

 20.7. 1998 Klausurtagung der Klassenteams für die künftige         5. Jahrgangsstufe Gym und die 7. Jahrgangsstufe RS
ZIELE:
 Erarbeitung eines Informationsplakats für die erste Klassenelternversammlung
 mögliche Themen: Hausaufgaben (Anfertigung, Kontrolle durch Lehrer und Eltern, Selbständigkeit, Arbeitszeitplanung u.dgl.)
 Lerntypentest
 richtiges Lernen
 richtiger Arbeitsplatz zu Hause
 Erziehungsziele, Verhaltensregeln in der Klasse
 Erarbeitung eines konkreten Programms und eines Zeitplans für das kommende Schuljahr: Welche Arbeitstechniken  und Methoden zu welchem Zeitpunkt?                                              

Auf Basis der bereits erarbeiteten Zeit- und Themenpläne der laufenden Anfangsklassen.
 Erstellung eines PVS-Methodenplans
Überarbeiung des Gehefts Methodenkompetenz, des Gehefts des Ehernbürg-Gymnasiums Forchheim sowie weiterer Unterlagen zusätzlich der Broschüren der Stadtsparkasse: „Gewusst wie”, „Mündlich gut” und „77 Lerntips”.
 Vorschlag für Schwerpunktbildung in der 5. Klasse Gym und 7.Klasse RS:
 Hausaufgaben
 Lerntechniken


 26.11.1998: Klausurtagung des Schulteams           

Pädagogisches Institut Nürnberg
Tagesordung:
 Bestandsaufnahme, der bisherige Verlauf des Schulentwicklungsprojekts  wird von den Teilnehmern in einem Zeitstrahl dargestellt 
 Rückmeldung der Feedback-Aktion im Kollegium
Ergebnis der Umfrage: Mehr  Betonung soll gelegt werden auf
 Fachbezug
 Effektivität
 Methodentraining
 Teamentwicklung
 Zeitmanagement
 Wir und die PVS:  Standortbestimmung des Schulteams, Zielklärung, Ansätze der Schulentwicklung, Konkretisierung der Ziele
 Nächste Schritte
 8:Jahrgangsstufe RS:
 Lernplakate der 7. Kl. RS in der achten Klasse fortschreiben
 Disziplin und Gestaltung durch Konzentrationsübungen stärken
 Elternarbeit durch intensive Kontaktaufnahme optimieren
 Sozialverhalten und Arbeitshaltung durch Teambildung weiter fördern
 Stoffdruck durch Bildung eines Materialpools begegnen
 Kommunikation schulintern verbessern durch
 Wandzeitung im Lehrerzimmer zur SchilF
 Homepage auf CD zum Verleih an Kollegen und Kolleginnen
 Ausstellung für Eltern zu Vischer-SEP
 Teambildung auch in höheren Klassen
 Schüler-Eltern-Leitfaden 
 Die eigene Kompetenz erhalten und entwickeln 
 Bessere Nutzung vorhandener Kompetenzressourcen
 Umgang mit Regeln von Gruppenarbeit und Leernzirkeln (Frau Strübing)
 Kompetenz an Folgegruppen für die Eingangsklassen weitergeben (Frau Gaida)
 Fachschaftsbezogenen Methodenfundus erstellen, Fachleiter betreut einen Ordner
 Wiederaufnahme des Methodentrainings in jeder Klassenstufe
 Pro Klasse einen Ansprechpartner aus dem Schulteam benennen
 Organisation: Veränderung der Basis- und der Leitungsstruktur
 Basisstruktur:
 Eine Pflicht-Klassenteamstunde pro Monat für jeden Jahrgang einrichten
 Einen Materialschrank für jede Fachgruppe aufstellen
 Spiel- und Freiarbeitsmaterial an der Projekttagen herstellen
 Leitungsstruktur
 Bildung einer Koordinierungsgruppe 
(Betzler,  Dr.Franze,  Gerhard,  Hager,  Schaefer, Strübing, Schubert,  Spies,  Sy,  Thalheimer,  Valentin-Veeser, C. Wagner)


 2./3. März 1999 Exkursion zur Laborschule Bielefeld unter Leitung des PI

 April 1999: Die Peter-Vischer-Schule wird in das weltweite Netzerk innovativer Schulen aufgenommen


 April 1999: Die Peter-Vischer-Schule nimmt an dem EFQM- Projekt teil: Qualität und Erfolg in Bayerns Schulen
Ein Konzept zur Schulenwicklung des Staatsinstiuts für Schulpädagogik und Bildungsforschung, erarbeitet im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst; In Zusammenarbeit mit der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen und der Zentralstelle Computer im Unterricht

Bericht: Gertrud Schubert