„Themenwoche“- Projektunterricht für alle!

Die Thementage sind seither fest im Schuljahresablauf verankert und bieten den Schülerinnnen und Schülern eine Plattform für eigenverantwortliches Lernen.

Bericht von dem Themenwoche im Schuljahr 2011/12:

In der Woche vom 5.-9.3.2012 wagte die Peter-Vischer-Schule einen großen Schritt in Sachen Schulentwicklung: 

Alle Schülerinnen und Schüler, 1.228 an der Zahl, und alle Lehrkräfte führen in dieser Woche fächerübergreifenden Projektunterricht durch.  Am Freitag, 9.3.2012 präsentieren die Kinder ihre Arbeiten. 

Damit antwortet die PVS auf eine der großen Herausforderungen des modernen Arbeitslebens: Projektarbeit wird heutzutage von fast allen Arbeitgebern als Selbstverständlichkeit verlangt. Schule muss also die dazu nötigen Schlüsselqualifikationen vermitteln: Teamfähigkeit, Projektmanagement, Zeitmanagement, Selbstmanagement, kurz gesagt Schule muss fähig machen zum selbstständigen und zielgerichteten Arbeiten.

Dem stehen im normalen getakteten Schulbetrieb viele Hindernisse entgegen: Der Stoff muss in entsprechender Zeit vermittelt werden, Leistungsnachweise und Klausuren müssen geschrieben werden, die Lehrkräfte sind notorisch überbelastet, um nur einige zu nennen. 
Daher hat sich die PVS entschieden die Projektarbeit in einer Woche zu bündeln.  Gleichzeitig führen alle 11. Klassen eine Methodenwoche an der WISO durch, die Abschlussklassen des Gymnasiums und der Realschule bereiten sich intensiv und konzentriert zusammen mit ihren Lehrkräften auf die Prüfungen vor – und die 9. Klassen haben in dieser Woche ihre Berufspraktika, die ebenfalls von ihren Lehrkräften betreut werden. Nebenbei gibt es noch eine Schulinterne Lehrerfortbildung und ein Fahrt zum Mathematicum nach Gießen, an der alle 10. Klassen des Gymnasiums teilnehmen. 

Alle Klassen einer Jahrgangsstufe bearbeiten das gleiche Projekt, das selbstverständlich lehrplankonform ist und im übrigen auch durch das Curriculum vorgeschrieben. Die große Besonderheit der PVS, dass Realschule und Gymnasium unter einem Dach eine gemeinsame Schule bilden, zeigt sich z.B. daran, dass die Schülerinnen und Schüler beider Schularten sich in den fünften Klassen mit dem Thema „Karneval der Tiere“ befassen, woran die Fächer Musik, Deutsch und Kunst  beteiligt sind. 
Spannend dürfte auch das Projekt „Mittelalter“ der 7. Klassen werden, das unter anderem auch das Kochen nach mittelalterlichen Rezepten umfasst. 
Die 9. Klassen des Gymnasiums setzen sich intensiv mit dem Thema „Nationalsozialismus“ auseinander, unter anderem auch mit Zeitzeugenbefragungen. 

Die Bündelung all dieser Aktivitäten hat den großen Vorteil, dass Lehrkräfte fächerübergreifende Teams bilden können, ohne dass in anderen Klassen deshalb Unterricht ausfallen muss. 
Die Lehrkräfte der PVS haben in der Vorbereitungsphase auf diese Woche unglaublich viel zusätzliche Arbeit geleistet: Teams mussten gebildet werden, Absprachen getroffen, ein Wochenplan erstellt und geeignete Formen der Leistungsmessung mussten gefunden und untereinander abgestimmt werden. Denn natürlich gibt es auf diese Projekte Noten – die Schülerinnen und Schüler erwarten das auch dafür, dass sie sich bei der Projektarbeit Mühe geben. 

Doch trotz allem Ernst und Lehrplanbezug: Es macht allen Beteiligten in der Regel viel Spaß, einmal konzentriert an einem Thema bleiben zu können und dies selbstständig zu bearbeiten!

7.3.2012
G. Schubert