Grußwort des Intendanten der Nürnberger Symphoniker Lucius A. Hemmer

Wir lassen’s krachen – und zwar so richtig! Das darf, nein: das muss man auch an einem Tag, an dem das Peter-Vischer-Schulkonzert zum 100. Mal statt findet. Denn man durchbricht eine Schallmauer, die andernorts eigentlich nur zum Erstaunen führen kann. Ist es doch ein Beweis dafür, wie weitsichtig man bei Begründung der Konzerte nicht nur zu denken sondern vor allem zu handeln vermochte.

Heute spricht alle Welt von der Aufgabe der kulturellen Einrichtungen, sich im pädagogischen Bereich zu engagieren. Es gilt, neue Zuhörer an die Klassische Musik heranzuführen. Dass aber bereits im Jahre 1950 eine derartige Zielsetzung als wichtiger Bestandteil der Ausbildung an den Schulen erkannt wurde, zeugt von der visionären Kraft der Gründer dieser Konzertreihe. Darunter der ehemalige stellv. Schulleiter der Peter-Vischer-Schule sowie langjährige 1. Vorsitzende des Trägervereins der Nürnberger Symphoniker Hans Welk, der Schule und Orchester zusammen zu bringen vermochte.

Heute „machen“ wir also die 100 „voll“. Schön, dass dabei nicht nur die Nürnberger Symphoniker spielen, sondern eine große Zahl Schülerinnen und Schüler aktiv mit einem extra einstudierten Programmpunkt auf der Bühne dabei sind. In meinen Augen ein lebendiger Beweis für die lebendige Faszination, die die Klassische Musik immer wieder neu zu entfesseln vermag.

Bleibt von meiner Seite nur der Dank an alle, die jedes Mal aufs Neue an den Konzerten mit gestalten und zum Erfolg beitragen. Und der Wunsch, dass wir’s beim 200. Konzert unserer Zusammenarbeit mindestens genauso „krachen lassen“…

Herzlichst,
Ihr Lucius A. Hemmer
Intendant der Nürnberger Symphoniker