Tradition an der PVS - Grundsätze für die Gestaltung der Schulkonzerte seit 1959

Die Schulkonzerte sollen allen Schülerinnen und Schülern ermöglichen, der orchestralen E-Musik im Konzertsaal zu begegnen. 
Dies ist ein besonderes pädagogisches Anliegen der Schule in Erfüllung des Artikels 2 des Bayerischen Gesetzes  über das Erziehungs- und Unterrichtswesen, wonach es zur Aufgabe der Schulen gehört, zur Anerkennung kultureller Werte zu erziehen und den Schülerinnen und Schülern das überlieferte und bewährte Bildungsgut zu erschließen.
Konzeptionell orientieren sich die Konzerte vor allem an den Bedürfnissen jener Schülerinnen und Schüler, die bisher noch keinen oder nur wenig Zugang zu dieser Musik gefunden haben.
Dabei ist zu beachten, dass bereits Zehnjährige anwesend sind. Es muss daher versucht werden, jede Veranstaltung zu einem eindrucksvollen Erlebnis werden zu lassen. Dazu wurden in der Vergangenheit verschiedene Wege beschritten.  Die anfangs gewählte Programmfolge: Ouvertüre, Instrumentalkonzert und nach der Pause eine vollständige Sinfonie, wurde Ende der neunziger Jahre verlassen zu Gunsten kürzerer Stücke, die unter einem gemeinsamen Motto standen. Das heutige Konzept beinhaltet einen, wie wir meinen, gelungenen Kompromiss aus diesen beiden Richtungen.
Wichtig war uns immer eine hohe musikalische Qualität, wofür wir den Nürnberger Symphonikern zu Dank verpflichtet sind, wie auch eine Teilnahme der Schülerinnen und Schüler.
Viele Schülerinnen und Schüler hatten seit damals die Möglichkeit ihr Können vor einem großen Publikum zu zeigen, wie z.B. unsere Blockflötengruppe, die Saxofongruppe, Sängerinnen und Sänger aus dem Unterstufenchor, nicht zu vergessen die unterhaltsamen Einlagen der Theatergruppe. Allerdings soll deren Beitrag zum Schulkonzert auch weiterhin eine kleine Überraschung für die Zuschauer bleiben.
Da erfahrungsgemäß junge Künstlerinnen und Künstler Schüler besonders beeindrucken können, werden vorrangig qualifizierte Solisten verpflichtet, die am Beginn ihrer Karriere stehen, wie z.B. beim 99. Konzert der Pianist Lukas Höfner, der bereits in der 11. Klasse den 3. Bundespreis bei dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ gewonnen hatte und das Publikum in der Meistersingerhalle sehr beeindruckte.
Konzerte sind keine Unterrichtsstunden, sondern gesellschaftliche Veranstaltungen der gesamten Schule in angemessen festlicher Atmosphäre.
Die Meistersingerhalle bietet den geeigneten Rahmen für diese Veranstaltungen, und wir sind stolz darauf, dass sie sehr oft bis auf den letzten Platz ausverkauft war.
Daher bedanken wir uns an dieser Stelle bei den zahllosen Schülerinnen und Schülern, die unsere Schulkonzerte besucht haben und auch bei deren Eltern, die uns darin unterstützen den Kindern das überlieferte Bildungsgut zu vermitteln und sie damit vertraut zu machen.
Auch den Lehrkräften sei gedankt dafür, dass sie ihre Vorbildfunktion durch zahlreichen Besuch der Konzerte zum Ausdruck bringen.
Wir hoffen sehr, dass diese traditionsreiche Verbindung unserer Schule mit den Nürnberger Symphonikern noch lange Jahre Bestand haben wird.

Gertrud Schubert