Kino, Konzert, Kabarett

Das Peter-Vischer-Brettl und die VISCHERMEN präsentierten:

KINO - KONZERT - KABARETT


Mittwoch, 26.04.2017 und Donnerstag, 27.04.2017 um 19.00Uhr in der Aula der PVS

 

 

Staging an English Play

Das P-Seminar "Staging an English Play" erhielt Besuch von der Schauspielerin Patricia Litten. Frau Litten spielt gegenwärtig die Hauptrolle in dem Stück "Der Prozess des Hans Litten" am Nürnberger Staatstheater. Darin wird das Schicksal ihres Onkels geschildert, der 1931 als junger Anwalt Adolf Hitler vorlud, um diesen wegen Hetzschriften der NSDAP zur Rechenschaft zu ziehen. Hitler sollte sich zwei Jahre später bitter rächen: In der Nacht des Reichstagsbrandes wurde Litten ein Opfer der Massenverhaftungen. Er starb 1938 im KZ-Dachau.

Patricia Litten, die in dem Stück die Mutter von Hans, also ihre eigene Großmutter spielt, erzählte den Seminarteilnehmern ihre bewegende Familiengeschichte.
Mehr Informationen dazu unter:
www.hans-litten.de 

Der Kurs plant im Frühjahr 2017 einige Szenen aus dem englischen Original "Taken at Midnight" von Mark Hayhurst aufzuführen.

Zu diesem Auftritt in der Bluebox sind jetzt schon alle SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen der PVS eingeladen.

Johannes Dorrer 

DER WEG - Eine Flucht in neun Bildern الطريق

Eine Flucht in neun Bildern präsentiert vom TheaterKurs der Peter-Vischer-Schule


„Scheiß Asylanten! Die kriegen alles vorn und hinten reingeschoben, Geld, Wohnungen. Und dann nehmen sie uns die Arbeitsplätze weg.“

Aggressiv und bedrohlich hallen die Sätze durchs Treppenhaus der PVS. Die Zuschauer vor dem Aula-Eingang blicken irritiert um sich und werden sofort von „Aufsehern“ weitergetrieben.

Auf einem Treppenabsatz: Zwei junge Männer unterhalten sich. Es sind Studenten in einem arabischen Wohnheim, man fühlt sich der intellektuellen Schicht zugehörig, denkt über die Zeit nach dem Studium nach. Soll man überhaupt
hierbleiben? „Wir als Freigeister werden von der Regierung doch nie in Ruhe
gelassen.“

Und wieder werden die Zuschauer angehalten, zügig weiter zu gehen. Vorbei an Pegida-Anhängern, die „Das Boot ist voll!“ skandieren, zu einer Unterhaltung dreier Freundinnen. Wir sind wieder in der arabischen Welt, worauf
auch die ungewohnte Musik hinweist. Die eine Studentin ist angepasst, wider Willen verheiratet; die zweite wütend, die ausbrechen und studieren will, aber Angst vor den Konsequenzen hat, mit der die Familie droht; und die dritte ist pragmatisch, sie plant bereits die Flucht: In Europa, so hört man, könne man ein selbstbestimmtes Leben führen.

Nächster Halt, immer noch im weit verzweigten PVS-Treppenhaus: Medienberichte
über ein Flüchtlingsopfer: ein vierjähriger Junge wurde an der türkischen Küste
angeschwemmt. Zeitungen sprechen vom Untergang Europas. Schließlich ist man am Grenzübergang. Auch die Zuschauer müssen sich ausweisen. Ohne Schmiergeld läuft wenig, zynische Beamte erpressen das letzte Bargeld von
den Ankömmlingen.

Reportage: Pegida-Anhänger werden interviewt. Ihre zynischen und aggressiv
vorgetragenen Parolen erzeugen eine Gänsehaut.

Aufenthalt in einer Zeltunterkunft, es ist kalt. Eine Frau wird von quälenden
Albträumen heimgesucht: Ein junger Mann hat ihr Geld geschenkt, so dass sie einen Schlepper schmieren konnte. Er hatte gedroht, sie zu vergewaltigen. Wo ist der junge Mann jetzt? Auch ihre Familie hat sie aus den Augen verloren.

Das Regiekonzept geht voll auf. Die traditionelle Statik - hier Zuschauerreihen, dort Bühne – wird aufgebrochen und indem das Publikum von Station zu Station
gescheucht wird, kann es vielleicht einen klitzekleinen Bruchteil dessen fühlen,
was eine Flucht etwa von Syrien zu uns bedeutet.

Die unterschiedlichen Stationen geben zudem keine geschlossene Geschichte oder gar Lösungen vor, sie zwingen durch den Perspektivenwechsel zu eigener Reflexion.

Nächste Station: Freiwillige deutsche Helfer haben etwas zu Essen organisiert,
bevor man eine Sporthalle beziehen kann.

PAUSE, in der es für Schauspieler und Gäste ein vorzügliches Buffet mit arabischen Köstlichkeiten und Marokkanischem Minztee gibt.

Endlich geht es in das Erstaufnahmelager. Es herrscht drangvolle Enge. Zwei junge Frauen streiten sich.

Letzte Station ist ein Willkommensfest in der Aula. Eine Reporterin befragt die Flüchtlinge über ihre Zukunftspläne in Deutschland. Man legt ihnen Fotos aus der deutschen Geschichte und Gegenwart vor.

Oktoberfest mit Trachten und Maßkrügen: „Das ist sicher ein traditionelles Fest…sind das vielleicht Generäle?“ Ein Foto von Heidi Klum: „Oh, schöne Frau!“. Hitler: „Guter Mann!“. „Nein, das war ein Diktator. Wenn der noch am Leben wäre, würden die Deutschen jetzt auswandern und Asyl beantragen“. Die junge Frau trifft bei dem Fest den Mann wieder, der sie mit Geld vor dem Schlepper gerettet hat.

Happy End?

Ein absolut gelungener, vielschichtiger Theaterabend, dem man allerdings mehr Zuschauer gewünscht hätte!
Eva Behrmann

Sue Townsends „The Secret Diary of Adrian Mole, Aged 13 3/4“

Theaterabend der Oberstufe am 20./21. April 2015

"I felt rotten today. It’s my mother's fault for singing “My Way" at two o'clock in the morning. Just my luck, I've got a spot on the chin for the first day of the New Year. It is my mother’s fault for not knowing about vitamins."

Das Leben ist nicht leicht. Als böten sprießende Pickel, die Sozialstruktur eines Klasszimmers und die erste Liebe nicht schon genug der Herausforderung für einen Teenager mitten in der Pubertät, muss sich Adrian auch noch für seine ausgeflippten Eltern fremdschämen und den Haushalt wuppen.

Sue Townsends The secret Diary of Adrian Mole, aged 13 1/2 (Das geheime Tagebuch A. Ms....) ist in England ein Klassiker. Dabei bietet Adrians altkluge Sicht auf Familienleben, Schulalltag und Weltgeschehen zwar reichlich Stoff für Komik, doch scheinen mit der Ehekrise der Eltern und dem Unfall eines Klassenkameraden auch tiefere existentielle Fragen auf.

Der Grundkurs Dramatisches Gestalten der Peter-Vischer-Schule hatte sich unter der Leitung von Johannes Dorrer dieses Jahr die Aufgabe gestellt, die bislang nur in englischer Sprache vorliegende Bühnenfassung zu übersetzen und aufzuführen. Dabei stellte sich schnell heraus, dass der typisch englische Humor und die Anspielungen auf britische Verhältnisse und Personen für deutsche Hörer ohne profunde landeskundliche Kenntnisse weder komisch noch verständlich sein würden. Die Umarbeitung zu einer deutschen, respektive mittelfränkischen, Version gelang den Schülern sehr gut und ergab einen vergnüglichen und kurzweiligen Bühnenabend.
Aus Adrian Mole wird Adrian Hohl, der nicht nach Berlin zu einem Literaturseminar kommt, weil der Flughafen nicht fertig wird; seine chaotische Mutter (wunderbar überdreht: Isabelle Philipp) sitzt brav aber genervt die PVS-Schulkonzerte ab. Adrian, erst schüchtern und intellektuell (Laura Baier) mausert sich zum Rebellen gegen den überstrengen Schuldirektor (Simone Erdtmann als zweiter Adrian) und gewinnt schließlich doch noch die Liebe der selbstbewussten Pandora (Jessica Hendrisz-Neagu), genannt „Büchse". „Pandora und ich sind ein Paar. Jetzt ist es offiziell: Sie hat es Klara erzählt, die es Nigel erzählt hat, und der hat es mir gesagt." Vorher muss er aber noch die Ehekrise seiner Eltern verarbeiten (,Davon kriege ich später bestimmt ein Trauma"). Mama beginnt mit dem Nachbarn (Nathalie Philipp) eine Affäre, die Nachbarsfrau (präsent und mit sehr guter Artikulation: Nadine Schuck) entpuppt sich als Lesbe, die froh ist, ihren Mann los zu sein, und Adrians Vater (Helena Waßmann) verliert schließlich noch den Job und muss sich vom Postboten als Sozialschmarotzer beschimpfen lassen. Strom und Telefon werden wegen Überschuldung abgestellt... Kaum zu glauben, dass es schlussendlich doch noch ein Happy-End gibt.

Ein nachdenklicher und witziger Theaterabend, dem man allerdings mehr Zuschauer gewünscht hätte!
Eva Behrmann

Shakespeare-Wochen – im März an der PVS

Beste Unterhaltung mit hochkarätigem Theater - das verspricht der März 2012. Schon jetzt sollte man sich die Termine vormerken, zu denen Shakespeares "Sommernachtstraum" zu sehen sein wird. 

Am 08. und 09.03. 2012 zeigen die Theater-Schüler der Oberstufe ihre Musical-Version des "Sommernachtstraums".

Die Schauspieler sind in der 10.-12. Klasse und haben teilweise das Profilfach "Dramatisches Gestalten" gewählt. In Zusammenarbeit mit der Schulband und dem Unterstufenchor wurde hier eine aufgepeppte Version des Klassikers inszeniert, die in moderner Sprache den original Shakespeare-Stoff aufgreift. 

Gleich die Termine im Kalender dick anstreichen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wn