Lesungen und Diskussion mit preisgekrönten Schriftstellern

Mikaël Ollivier
Denis Thériault

Vischer angelt sich Autoren


„Ein Autor kommt selten allein.“ Diese "Weisheit" könnte einem zum Herbst 2012 für die Peter-Vischer-Schule einfallen.

In Zusammenarbeit mit dem Institut Français, der Délégation du Québec in München und der Vereinigung der Französischlehrer Bayern ist es der Fachschaft Französisch gelungen, die Gymnasiasten zu einer ganz besonderen Ehre kommen zu lassen:

Die mehrfach preisgekrönten Schriftsteller Mikaël Ollivier und Denis Thériault trafen sich in der PVS mit Schülern aus der Q11 und Q12 zu zwei literarischen Gesprächen.

Den Anfang machte am 20.11.2012 Mikaël Ollivier aus Frankreich, der über seinen Jugendroman „Le monde dans la main“ diskutierte. Die Schüler des Französischkurses von Herrn Dr. Wollin lesen und bewerten u.a. dieses Buch im Rahmen des Literaturwettbewerbs Prix des lycéens allemands.

Am 28.11.2012 folgte eine Begegnung mit dem aus Québec stammenden Schriftsteller Denis Thériault. Zu diesem Treffen waren auch Französischkurse aus Erlangen und Altdorf an die PVS eingeladen. Der Autor sprach mit den Schülern über sein Heimatland und seinen Roman „L’iguane“, der auch in deutscher Übersetzung erschienen ist („Das Lächeln des Leguans“).

Mit beiden Autoren konnten die Schüler außerdem über den Beruf des Schriftstellers und das Schreiben an sich diskutieren.
Am Ende waren alle Beteiligten hochzufrieden und glücklich über den Verlauf der beiden Treffen.

In einer Dankesmail schrieb Mikaël Ollivier, der Besuch in Nürnberg habe ihn begeistert und sehr bereichert. Seine Lust zu schreiben sei dadurch noch zehnmal größer geworden. Auch Denis Thériault bedankte sich noch einmal für den warmherzigen Empfang in Nürnberg.

Noch stärker profitierten die Schüler von dieser ganz anderen Form von Literaturunterricht. Sie lernten bei den spannenden Treffen zwei Autoren kennen, die sich in Charakter, Sicht- und Schreibweisen grundlegend unterscheiden. Der direkte und offene Austausch war fruchtbar und offensichtlich äußerst motivierend. Eine Schülerin bekannte nach der Lesung: „Jetzt würde ich am liebsten sofort nach Frankreich gehen.“ Kann man sich mehr wünschen?

 

 

 

 

 

Dr. Markus Wollin