Granada - die Vorbereitungen

Kurz nach den Osterferien ging es für den Spanischkurs nach Granada. Die Schüler haben diese Studienreise in einem Klassenprojekt selbst geplant und organisiert. Doch weil eine solche Fahrt nicht billig ist, bemühen sich die Schüler um jeden Zuschuss, den sie kriegen können. Hier ein Bericht von der Pausenaktion "Spanische Küche".

Tapas, Nachos & Granada

Vor der SMV-Theke im ersten Stock war ganz schön was los, als die Schüler der 11b den Pausenverkauf eröffneten. Das Thema „Spanische Küche“ lockte deutlich mehr Schüler an als erwartet, so viel mehr, dass das vorbereitete Essen, welches eigentlich noch für den Verkauf am Elternabend gedacht war, schon am Ende der ersten Pause knapp wurde. Scheinbare Hundertschaften von Schülern riefen den etwas überforderten Elftklässlern ihre Bestellungen zu:„Einmal Nachos bitte!“, „Habt ihr noch Paella?“, „Wie viel kosten die Tapas?“

Trotz all dem Stress war es dann doch ein ziemlicher Spaß, obwohl die Aktion nicht nur als Spaß gedacht war...

In der elften Klasse stand, wie jedes Jahr, eine Kursfahrt an und trotz einiger Startschwierigkeiten und viel Gemaule entschied sich letztendlich doch fast der gesamte Spanischkurs von Frau Krauße, an der Fahrt nach Granada teilzunehmen.

Die Schüler hatten die Aufgabe, die Reise bis ins Detail zu planen: Anreise, Unterkunft, Programm, Essen, Abreise. Zwar unterschieden sich die geplanten Reisen voneinander, manche wollten mehr Kultur, manche mehr Freizeit, aber fast alle merkten, dass es fast unmöglich war, das Budget nicht zu sprengen. Was also tun? An den Ausgaben konnte man nicht viel kürzen, zumindest nicht so viel, dass es einen großen Unterschied gemacht hätte.

Schließlich schlug Frau Krauße vor, einen Pausenverkauf mit spanischen Gerichten auf die Beine zu stellen. Wie passend, dass der Lehrplan einen kleinen Ausflug in die spanische Küche vorsah. Es wurden also die einzelnen Rezepte verteilt, kleine „Werbeplakate“ in Auftrag gegeben und ein Tag festgelegt .

Am Mittwochmorgen standen dann alle bereit mit allen nötigen Utensilien oder mit bereits vorbereiteten Köstlichkeiten. Eine Doppelstunde wurden geschnippelt, püriert, gewürzt, angerichtet und sehr kurzfristig noch Preise für die Angebote festgelegt. Eine Durchsage, welche die Schüler neugierig machen sollte, verfehlte ihre Wirkung nicht. Erst gingen ein paar vereinzelte Bestellungen ein, doch bald herrschte rege Hektik hinter der Theke. Hier reichte das Wechselgeld nicht, dort war die Salsa alle, überall merkte man, wo nicht genau geplant worden war. Letztendlich bekamen aber doch alle, was sie wollten, alles lief nach Plan, nur war bald nichts mehr da, was verkauft werden konnte.

Zufrieden und auch ein bisschen stolz, dass alles so gut über die Bühne gegangen war, wurde die Ausbeute gezählt: weniger als erhofft, aber mehr als erwartet. Jeder erklärte sich bereit, (eventuell) noch ein zweites Mal an dieser Aktion teilzunehmen, neben dem Spaß war es ja auch zu unserem eigenem Wohl und dem unserer Geldbeutel.

 

Wir hoffen, dass jeder, der die Gelegenheit hat, etwas von unseren Gerichten zu kosten, Lust bekommt, nach Spanien zu fahren oder sich zumindest mit diesem facettenreichen Land, das noch so viel mehr zu bieten hat als nur leckeres Essen und eine wunderschöne Sprache, auseinanderzusetzen. In diesem Sinne: ¡qué aproveche!   

Tilman Schubert, Q11b