Granada

Gruppenfoto vor der Alhambra

Tagesberichte Studienfahrt Granada/Spanien  (18.04.12 – 23.04.12)

Hier ein Bericht zu den Vorbereitungen.

Hier eine Fotogalerie mit Eindrücken von der Reise.

Tag 1: Mittwoch, 18.04.2012

Mitten in der Nacht trafen wir uns am Nürnberger Flughafen und machten uns auf den Weg nach Granada. Um 4:30 morgens hob das Flugzeug zum Zwischenziel Palma de Mallorca ab, wo es dann nach 2h Aufenthalt nach Málaga weiterging. Nach weiteren 2h Flugzeit befanden wir uns endlich auf der Zielgeraden, nur noch eine Stunde Busfahrt bis Granada. Angekommen im Hotel Montecarlo ging es ohne Pause gleich weiter mit einer kleinen Stadtführung. Je nachdem wie müde man war, konnte man sich im Anschluss ein paar Stunden ausruhen, das Zimmer beziehen, sich duschen oder etwas essen. Nach dem Abendessen im angrenzenden Hotel Carmen liefen wir zum Aussichtspunkt Mirador San Nicolas und genossen die Aussicht auf die Alhambra und über ganz Granada - ein wunderbarer Abschluss dieses ersten ereignisreichen Tages und gleichzeitig ein verlockender Auftakt für die kommenden Tage in dieser Stadt.                                                   

Vera Ritter, Jalda Otto, Lisa Langer (Q11b)

Tag 2: Donnerstag, 19.04.2012

Den Donnerstag begannen wir mit einem sehr süßen, aber dennoch imposanten Frühstück in unserem eigenen Hotel. Nach dieser Stärkung flanierten wir gemeinsam durch die Südstadt Granadas, wobei wir u.a. viele interessante Häuser entdeckten. Mit ihrem südlichen Baustil lagen diese aufgrund der Lage der Stadt oft höhenversetzt und verwinkelt in den kleinen Gassen des Albaicín. Anschließend brachen wir auf, um die berühmte „Catedral de los Reyes Católicos“ zu bewundern. Doch wegen eines Irrtums mussten wir die Besichtigung auf einen anderen Tag verlegen. Um noch etwas mehr von den Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erfahren, begaben wir uns zum „parque Frederico García Lorca“, wo dessen Familie ein Sommerhaus besaß. Trotz regnerischem Wetter beeindruckte uns der Park und der Blick auf das wunderschöne Haus des berühmten Autors sehr. Als Belohnung für unser geduldiges Verhalten während der Besichtigung durften wir nun die Stadt auf eigene Faust erkunden. Viele nutzten diese Zeit, um die vielseitigen Läden der Stadt zu erkunden und sich einen ersten Überblick über die Stadt zu verschaffen. In diesen Stunden kamen wir auch erstmals unmittelbar selbst direkt mit der Kultur und den Gewohnheiten der Granada-Bewohner in Kontakt. Den Abend schlossen wir mit einer kleinen Tapastour im Zentrum Granadas ab. Dieses ist voll von kleinen sowie großen Restaurants, die diese spanische Spezialität anbieten und die zu einem Besuch in dieser Region unbedingt dazu gehört.

Jennifer Ferrini, Dilan Caliskan, Julia Bittner (Q11b)

Tag 3: Freitag, 20.04.2012

Nachdem wir am verregneten Donnerstagnachmittag unsere kleine "Überraschungswanderung" ausfallen lassen mussten, wurde bei unserer allabendlichen Konferenz eine spontane Planänderung für den Freitag vorgenommen. Wer Lust hatte, konnte die Lehrer am nächsten Tag auf eine Bergbesteigung in die Sierra Nevada begleiten, wem nicht danach war oder wer kein passendes Schuhwerk dabei hatte, der konnte den Tag dazu nutzen, einfach mal entspannt durch Granada zu bummeln und durch die Läden zu streifen, was viele ausgiebig nutzten.
Die Wandergruppe, welche aus zehn Personen bestand, traf sich – obwohl etwas geschafft von der kurzen Nacht - motiviert in der Hotellobby und stieg wenig später in den Bus Richtung Sierra Nevada.

Szenenwechsel - es folgt der Bericht der Wandergruppe: Nach etwa 30 minütiger Fahrt spuckte uns der Bus in einem kleinen Bergdorf aus und nach kurzer Orientierung konnten wir unsere Reise in Richtung des knapp 1500 Meter ;) hohen Berges beginnen, den es zu besteigen galt.
Für etwa eine Viertelstunde ging es durch vergleichsweise flache Olivenhaine, bis wir uns an den interessanten Teil der Strecke wagten.
Es wurde nicht viel geredet, weil jeder auch so schon nach Luft rang. Bei gefühlten 30% Steigung und 20°C kamen alle früher oder später ins Schwitzen, doch es wurden reichlich Trinkpausen und eine größere Rast eingelegt und letztendlich gelangten wir nach einer guten Stunde Aufstieg auf den etwas zugigen Bergrücken. Von nun an ging es bei kühlem Wind beinahe waagrecht und mit einem atemberaubenden Ausblick auf das Tal, welches zu diesem Zeitpunkt einen halben Kilometer unter uns lag, weiter.
Wir legten schließlich noch eine recht ausgiebige Rast an einem verlassenen Gebäude ein, wobei es sich um ein altes Kloster gehandelt haben muss, falls ich die Ausschilderung richtig verstanden habe. In der Sonne liegend erholten sich die Wanderer von den Strapazen den Aufstiegs, machten Fotos und holten die Proviantpakete raus.
Der Abstieg ging schnell, war aber anstrengend, und alle waren froh, sich nach den 12 km der Wanderung und der Rückfahrt wieder auf ihrem Hotelzimmer wiederzufinden.
Ein kleines Nickerchen und eine Dusche später traf sich nun die gesamte Gruppe im Versammlungsraum, um gemeinsam zur Nachtführung durch Granadas Hauptattraktion , der Alhambra, aufzubrechen.
Wir wurden von unserem sehr sympathischen Guide namens Carlos Moreno empfangen, der uns                      (übrigens in fließendem Deutsch) durch die alten Gemäuer aus der Zeit der arabischen Herrschaft in Spanien führte. Alles zu beschreiben, was es zu sehen gab, würde zu lange dauern, aber es war wirklich sehr beeindruckend. Die über und über mit Mustern und arabischen Schriftzeichen überzogenen Wände, welche sich teils original erhalten, teils restauriert bis hinauf zur bis zu 18 Meter hohen Decke erstreckten, verfehlten ihre Wirkung nicht. Unterbrochen wurde dieses eindrucksvolle Kunstwerk von Fensterbögen, welche einen nicht weniger schönen Blick auf das durch unzählige Lichter erhellte Granada freigaben. Nach den knapp zwei Stunden Führung, in denen man dem zuvor beschriebenen Anblick keinesfalls überdrüssig wurde, stieg die Gruppe, erschöpft, aber zufrieden von diesem langen Tag, in den Bus zum Hotel, wo zumindest die Wanderer schnell Schlaf fanden. Ein sehr schöner Tag, wahrscheinlich der beste der gesamten Reise.

Tilman Schubert (Q11b)

Szenenwechsel – wieder die Shoppinggruppe: Während die Wanderlustigen sich aufmachten, die Sierra Nevada zu erkunden, warfen die Shoppingfreudigen sich in das rege Getümmel Granadas.

Hierbei bewunderten wir vor allem die Vielfalt der Läden, welche diese kleine Stadt zu bieten hat. Aufgrund der kulturellen Vielfalt konnten wir von der arabischen bis zur modernen Mode alles entdecken. Das besondere Highlight, das Arabische Viertel, mit seinen engen romantischen Gassen sowie dem harmonischen Duft der Räucherstäbchen beeindruckte uns aufgrund des Kontrastes sehr. In den großen Straßen, welche voller Leben steckten, gefiel uns vor allem die freundliche spanische Mentalität.

Ein kleiner Kulturschock, welcher für uns allerdings schnell zur Gewohnheit wurde, war stets das Überqueren der roten Ampeln, da man teilweise bis zu fünf Minuten warten musste, bis das lustige grüne Ampelmännchen das Laufen begann.

Um halb acht machten wir uns endlich auf den Weg, das leckere Buffet des Partnerhotels nebenan zu genießen. Erfreut wurden wir hier durch eine Vielfalt an Salaten, warmen Speisen sowie kleinen Kuchenstücken als Nachtisch. Natürlich alles spanische Spezialitäten.

Gut gestärkt machten wir uns um 21:30 Uhr zur Abfahrt mit dem Bus bereit, welcher uns zur Nachtbesichtigung der Alhambra brachte. Auf der Fahrt lernten wir die ruhige Seite Granadas bei Nacht kennen, ein funkelndes und beeindruckendes Lichtermeer.

Nach einem kurzen Fußmarsch standen wir dann endlich vor ihr: die bekannteste Sehenswürdigkeit, welche die Stadt zu bieten hat, die Alhambra. Eine gewaltige Festung mit riesigen Gärten, welche sich weitläufig über die schönen Berge Spaniens erstrecken. Die Festung mit ihrer herausragenden Architektur, welche wunderschön beleuchtet war, können wir jedem nur für einen Besuch empfehlen. Todmüde fielen wir schließlich am Samstagmorgen in unsere Betten.

Lisa Forster, Tamara Dragoljevic, Hewi Tofik Sadek (Q11b)

Tag 4: Samstag, 21.04.2012

Am Samstag weckte uns strahlender Sonnenschein. Das Wetter meinte es wirklich gut mit uns, da uns ein aufregendes und anstrengendes Tagesprogramm bevorstand. Zuerst besuchten wir das Lorca-Haus, Huerta de San Vincente, der Sommersitz Féderico García Lorcas, dem „Goethe Spaniens“, der dort jedes Jahr den Sommer verbrachte und viele seiner Werke, bei berauschendem Ausblick auf die Stadt und die Alhambra, schrieb und dichtete. Um das Haus befand sich ein Park mit Bäumen und Pflanzen, die sich an diesem schönen Frühlingstag von besonders schöner Seite zeigten. Wir verbrachten bis zum Nachmittag die ganze Zeit dort und in der Stadt.

Anschließend war Abenteuer angesagt. Wanderung durch das Sacromonte, das  alte Zigeunerviertel Granadas, doch heute eher Bastion von Aussteigern und in die Jahre gekommenen Hippies ist, die dort in Höhlen an einem Berghang ihre Zeit totschlagen. Der Pfad war zwar steil und voller Hundekot, doch glücklicherweise nicht besonders lang, sodass wir auf unserem Weg abwärts zur großen Kathedrale noch genug Zeit hatten und pünktlich zur Führung kamen.

Und abends? Flamencoshow! Wir wurden auserwählt mit einer riesigen japanischen Reisegruppe, die wahrscheinlich unmotiviertesten Tänzer zu sehen. Da hatten wir uns ein anderes Ambiente vorgestellt. Nichtsdestotrotz ist es trotzdem erstaunlich, mit seinen Fußsohlen so schnell zu klopfen und dabei einen Rhythmus zu erzeugen, dass die Wände zittern.  Nach dieser Überraschung war Schicht im Schacht. Rein in den Bus und ab nach Hause, sich von den Eindrücken dieses langen Tages erholen.

 Tilman Schubert, Lorenz Neufeld, Niko Strubl (Q11b)

Tag 5: Sonntag, 22.04.2012

Am frühen Morgen wurde wie gewohnt das Frühstück im Speisesaal eingenommen, wobei wir uns für den Ausflug zur größten Touristenattraktion Granadas stärken sollten: Die Alhambra, eine bedeutende Stadtburg, die von den Arabern errichtet und von anderen Herrschern im Laufe der Geschichte ausgebaut wurde, ist auch eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas. Zuerst mussten wir allerdings den Hügel, auf welcher diese gebaut ist, erklimmen. Nachdem wir diese Hürde gemeistert hatten (alle kamen lebend oben an), kamen wir in den Genuss einer beeindruckenden Architektur: Unser freundlicher Touristenführer zeigte uns die schmuckvoll verzierten Decken und prunkvollen Gärten, die von allen bewundert wurden. Leider erwies er sich im Hinblick auf die gesamte Führung als völlig inkompetent, so wurden kaum Geschichten zu dem maurischen Stil und der islamischen Kunst erzählt und auch nicht viele interessante historische Hintergründe erläutert. Dies erfuhren wir allerdings auch nur, da unsere Lehrerin schon einmal eine Führung besucht und dort anscheinend eine bessere Erfahrung gemacht hatte. Das Wetter war sehr schön, sodass man sich in den Gärten aufhalten und die Sonne genießen konnte. Am frühen Abend traf sich die ganze Gruppe, um vom Aussichtspunkt Mirador de San Nicolas den Sonnenuntergang zu beobachten. Der gesamte Platz dort oben war belebt, Straßenmusikanten spielten spanische Lieder und alle Leute waren sehr entspannt. Besonders toll war der Ausblick auf die Alhambra und gleichzeitig auf die Stadt Granada. Nach diesem schönen Ereignis zogen viele Schüler noch einmal los, um sich etwas zu essen zu kaufen, wie zum Beispiel einen der unbeschreiblich köstlich schmeckenden Döner Granadas.

    Christian Wellnhofer, Saša Stankovic, Aurelia Haupt (Q11b)

Tag 6: Montag, 23.04.2012

Leider gibt es bei jeder Reise immer einen letzten Tag. Dies war auch bei unserer einwöchigen Reise nach Granada der Fall. Deshalb schickten sich an diesem Montag, den 23.April, die 20 Teilnehmer dieser Fahrt an, ihre Koffer zu packen, falls dies nicht schon am Vortag bzw. am Vorabend geschehen war. Hierbei mussten sich einige ganz schön beeilen, weil am Morgen nicht mehr all zu viel Zeit blieb, da die Zimmer schon um 11.00 Uhr freigegeben sein mussten. Hinzu kam, dass manche Koffer zu bersten drohten, denn die vielen Einkäufe wollten einfach nicht hineinpassen! So wurde Frau Krauße dann auch alle paar Minuten nach ihrer Kofferwaage gefragt, denn das Maximalgewicht von 20 kg pro Gepäckstück durfte am Flughafen nicht überschritten werden! Anschließend blieb noch bis 12.30 Uhr Zeit, um letzte Erledigungen in Granada zu machen, wie beispielsweise Proviant für die Busfahrt und den Aufenthalt im Flughafen von Málaga zu besorgen. Auf der Busfahrt zum 130km entfernten Flughafen wurden dann noch die letzten Fotos als Erinnerung an Granada und Andalusien geschossen.

 

Nach längerer Wartezeit am Checkin-Schalter des Flughafens konnten wir endlich die Sicherheitskontrolle passieren und mussten uns zügig auf den Weg zu unserem Gate machen. Der Flug von Málaga nach Palma de Mallorca (Zwischenstopp) dauerte etwas weniger als 1,5 Stunden. Auf Mallorca mussten wir uns aber noch ein wenig bis zum Weiterflug nach Nürnberg gedulden. Es vergingen ca. 3 Stunden, bis unsere Maschine zum Boarding bereit war. Im Dunklen verbrachten wir dann unseren Flug, einige Teilnehmer der Studienfahrt schliefen und andere versuchten zu schlafen. Die ereignisreichen Tage und Abende machten sich körperlich bemerkbar. Ich glaube aber, es verspürte noch niemand Lust, wieder im deutschen Alltag anzukommen. Nach etwa 45 Minuten Flugzeit bekamen wir dann Getränke und einen Snack. Um Mitternacht waren wir dann schon mitten in den Landevorbereitungen und um 0.15 Uhr am Dienstag, den 24.04.2012, landeten wir in Nürnberg. Dann holten sich noch alle schnell bei der Gepäckausgabe ihren Koffer und wir Schülerinnen und Schüler verabschiedeten uns von unseren Klassenkameraden und Begleitpersonen. Wir beeilten uns dann alle, schnell nach Hause zu kommen, da wir bereits am gleichen Tag  zur 3.Stunde (9.40 Uhr) in der Schule antreten mussten. Aber letztendlich fiel es allen sehr schwer, sich schon nach 6 Tagen von Granada und Spanien zu verabschieden. Alles in allem war es eine sehr gelungene Fahrt, die eigentlich nur mit positiven Reaktionen der Schüler beurteilt wurde.
Dafür, für diese wunderbare Fahrt, möchten wir Schüler, die an dieser Reise teilgenommen haben, uns recht herzlich bei den drei Begleitpersonen bedanken: Bei unseren beiden Lehrerinnen Frau Krauße, die die Fahrt organisiert hat, und Frau Kaempf, die uns begleitet hat. Ein großer Dank geht aber auch an Herrn Spemann, der sich für unsere Fahrt extra Urlaub genommen hatte.


HERZLICHEN DANK FÜR DIESE REISE!

Christoph Wißerner (Q11b), Gerald Götz (Q11a)